Grünlippmuschel – Wirkung, Dosierung und Inhaltsstoffe

Die Maoris auf Neuseeland sind bekannt für ihr natur­heil­kund­liches Wissen, welches sie von Generation zu Generation weiter­geben. So ist ihnen die heilende Wirkung der ausschließlich auf Neuseeland vorkom­menden Grünlipp­mu­schel längst bekannt und auch die westliche Welt hat den Wert dieser Muschel zu schätzen gelernt. Sie verfügt nämlich über besondere Wirkstoffe, die Gelenk­schmerzen erfolg­reich vorbeugen, bzw. beheben können. Und auch andere Beschwerden vermag diese Muschel zu lindern.

Etwa zehn Prozent der Menge an Grünlipp­mu­scheln, die jährlich geerntet wird, verar­beitet die pharma­zeu­tische Industrie zu Medika­menten und Nahrungs­er­gän­zungs­mitteln.

  • zur Förderung der Gelenk­schmierung zur Vorbeugung und bei Problemen mit dem Bewegungs­ap­parat
  • als entzün­dungs­hem­mende Substanz bei arthri­ti­schen und asthma­ti­schen Erkran­kungen
  • positiven Einfluss auf die Unter­drü­ckung von Asthma-Symptomen haben. So sind sie in der Lage die für Asthma typischen Entzün­dungen der Schleim­häute und Atemwege teilweise zu unter­drücken.

Verwendung der Grünlippmuschel

Maoris erfreuen sich bis ins hohe Alter bester Gesundheit, besonders jene in Küsten­re­gionen klagen selten über Gelenks­schmerzen oder Arthrose. Wissen­schaftler wollten hinter das Geheimnis ihrer Jugend kommen und sahen bald eine Verbindung ihrer Gesundheit mit dem übermä­ßigen Verzehr der Grünlipp­mu­schel. Daher begannen sie, diese Muschel genauer zu unter­suchen.

Die Grünlipp­mu­schel Kapseln enthalten den wirksamen Bestandteil Glycos­amin­glykan, bei dem es sich um Amino­zu­cker­ver­bin­dungen handelt. Dieser Bestandteil hilft haupt­sächlich bei Gelenks­er­kran­kungen, da durch ihn die “Gelenk­schmiere” wieder aufgebaut werden kann.

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Besonders gewichts­be­lastete Gelenke, wie Knie und Hüften, oder besonders viel beanspruchte Gelenke, wie jene an Händen und Fingern benötigen für ihre Funktion den körper­ei­genen Stoff Glykosamin. Jedoch kommt es mit fortschrei­tendem Alter, oder Erkran­kungen zum Knorpel­abbau, der schließlich zur Arthrose führt. Diese Entwicklung wird auch dadurch begünstigt, dass der Körper die Fähigkeit verliert, Glycosamin herzu­stellen. Das Glycos­amin­glykan der Grünlipp­mu­schel soll dies ausgleichen und dem Knorpel­abbau vorbeugen, bzw. bestehende Schäden beheben. Aber nicht nur ältere Menschen profi­tieren von Grünlipp­mu­schel­ex­trakt, sondern beispiels­weise auch Sportler, die aufgrund ihres inten­siven Trainings oft unter Gelenks­be­schwerden leiden. Verschie­denste Studien haben gezeigt, dass die Grünlipp­mu­schel auch andere Wirkstoffe enthält, deren positive Wirkung belegt ist. So scheint nur in diesen Muscheln der Wirksoff Lyprinol natürlich vorhanden zu sein. Lyprinol enthält 12 verschiedene Omega-3-Fettsäuren und soll stark anti-entzündliche Wirkung haben. Entzün­dungen gehen meist mit Gelenk­pro­blemen einher, weshalb eine Behandlung mit Grünlipp­mu­schel­ex­trakt durchaus zu empfehlen ist. Neben­wir­kungen sind keine bezeugt.

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Die Omega-3-Fettsäuren wurden ebenfalls unter­sucht und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft. Wichtigste Erkenntnis war, dass diese Fettsäuren neben der entzün­dungs­hem­menden Wirkung keine Neben­wir­kungen im Magen-Darm-Trakt erzeugen, wie sie etwa von künstlich herge­stellten Präpa­raten bekannt sind.

Das Konzentrat der Neusee­land­mu­schel wirkt auf ernäh­rungs­phy­sio­lo­gi­schem Weg, deshalb kann einige Zeit vergehen, bis sich eine Verbes­serung einstellt. Sie hat sich jedoch bewährt, sodass mittler­weile auch Hunde, Katzen oder Pferde damit behandelt werden.

Studie zu Grünlippmuschel Kapseln

Schon vor Jahren wurden Studien der RMIT Univer­sität in Melbourne veröf­fent­licht, die die positive Wirkung von Grünlipp­mu­schel Kapseln belegen. Bei den Studien wurde speziell auf die entzün­dungs­hem­mende Eigen­schaft der Grünlipp­mu­schel geachtet. Dies wird in den Studien auf die bekannten Omega‑3 Fettsäuren zurück­ge­führt.

Vorkommen der Grünlippmuschel

Die Grünlipp­mu­schel kommt ausschließlich aus Zucht­farmen in Neuseeland und wird ein Mal im Jahr geerntet. Sie ähnelt sehr stark der Miesmu­schel und bildet wie diese Muschel­bänke. 60.000 Tonnen dieser 10 bis 25cm langen Meeres­früchte werden jährlich in alle Welt expor­tiert, in Deutschland ist sie als “Neusee­län­dische Grünschal­mu­schel” im Handel erhältlich. Der Großteil wird als Delika­tesse verzehrt, aber etwa 10% der Ernte wird für pharma­zeu­tische Zwecke gefrier­trocknet und kann in entspre­chender Pulver- oder Tablet­tenform erworben werden. Das Gefrier­trocknen soll der Muschel möglichst schonend die Flüssigkeit entziehen, sodass die wertvollen Substanzen des Muschel­flei­sches erhalten bleiben.

Grünlippmuschel als Kapsel

Grünlipp­mu­schel Kapseln werden im Vergleich am häufigsten genutzt. Meistens besteht die Kapsel­hülle aus Cellulose oder Gelatine. Gefüllt ist die Kapsel selbst­ver­ständlich mit Grünlipp­mu­schel­ex­trakt. Der wichtigste Wirkstoff des Extraktes ist, wie oben schon erwähnt, hierbei Glycos­ami­no­glykane (GAG). Der Vorteil von Glycos­ami­no­gly­kanen ist, dass es ihnen möglich ist Gelenk­flüs­sigkeit aufzu­bauen, weshalb Grünlipp­mu­schel Kapseln besonders bei Gelenk­be­schwerden verwendet werden.

Grünlippmuschel als Salbe

Seit einiger Zeit sind Grünlipp­mu­scheln nicht nur als Kapseln erhältlich, sondern ebenfalls als Gel oder Balsam. Dabei macht man sich die Wirkstoffe der Grünlipp­mu­schel vor allen Dingen zu nutzen, um bspw. Prellungen oder ander­weitige Sport­ver­let­zungen zu behandeln.

Speziell für beanspruchte Bereiche wie das Knie, die Hände, Schultern oder Hüften ist die Grünlipp­mu­schel Salbe nach körper­licher Anstrengung besonders geeignet.

Die Salbe wird einfach auf die betroffene Stellt gerieben. Zusätzlich wird es außerdem empfohlen Grünlipp­mu­schel Kapseln einzu­nehmen, damit die Wirkung verbessert wird. Durch die Verwendung der Grünlipp­mu­schel Salbe und der Grünlipp­mu­schel Kapseln werden die Schmerzen gelindert und auch die Heilung wird beschleunigt.

Dosierung von Grünlippmuschel Kapseln

Die Verzehr­emp­fehlung kann von Hersteller zu Hersteller unter­schiedlich sein, da in den Kapseln verschieden große Mengen der Inhalts­stoffe enthalten sein können.

Ein weiterer Grund ist, dass Menschen in Bezug auf Alter, Verträg­lichkeit, Größe, Gewicht und viele weitere Merkmale unter­schiedlich sein können. Aus diesem Grund braucht jeder eine indivi­duell angepasste Verzehr­emp­fehlung.

Grund­sätzlich lässt sich jedoch sagen, dass eine Verzehr von 1 – 1,5 Gramm Grünlipp­mu­schel­ex­trakt täglich empfohlen wird. Der Einnah­me­zeitraum sollte mindestens 3 Monate betragen.

Selbst­ver­ständlich kann es nicht schaden vor der Einnahme den Hausarzt zu konsul­tieren und mit ihm die Einnah­me­dosis zu besprechen.